Was bedeutet es für die Nachhaltigkeitsforschung, wenn Nachhaltigkeit von der politischen Agenda rutscht und ambitionierte Nachhaltigkeitsziele aufgeschoben werden, weil andere politische Herausforderungen als dringender gelten? Wie können und sollten Nachhaltigkeitsforscher*innen reagieren, wenn sich gesellschaftliche Diskurse verschieben und Stimmen lauter werden, die bereits grundlegende Forderungen nach Klimaschutz und Klimagerechtigkeit als radikal bezeichnen? Welche Herausforderungen ergeben sich für die Nachhaltigkeitsforschung und ihren Versuch, Lösungsansätze für eine Nachhaltigkeitstransformation zu entwickeln, wenn demokratische Systeme in die Krise geraten und autoritäre Strömungen an Zulauf gewinnen? Und wie können Nachhaltigkeitsforscher*innen ihre Erkenntnisse unter diesen herausfordernden Bedingungen wirksam in den politischen und gesellschaftlichen Diskurs einbringen?
Diesen und weiteren Fragen haben sich vom 3. bis 5. Dezember 2025 mehr als 300 Teilnehmer*innen der Konferenz „Tough Conversations in Tough Times“ (auf Deutsch: „Herausfordernde Gespräche in herausfordernden Zeiten“), darunter auch viele ZIN-Mitglieder, auf Einladung des Research Institute for Sustainability (RIFS) des Helmholtz-Zentrums Potsdam gestellt. In Vorträgen, Diskussionsrunden und kreativen Workshops wurden zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze für eine gelingende Nachhaltigkeitstransformation diskutiert, darunter der Umgang mit politischer Polarisierung, die Rolle künstlicher Intelligenz, das Potenzial demokratischer Innovationen, Wege zu nachhaltigem Konsum und vieles mehr.
Der Blogbeitrag fasst persönliche Eindrücke von der Konferenz zusammen und verknüpft ausgewählte Beiträge und Diskussionen – mit dem Ziel, einige Impulse zur Beantwortung der oben gestellten Fragen zu geben. [1]
„Es ist kompliziert.“
„Es ist kompliziert.“ – Das ist ein banal erscheinendes, aber sehr zentrales und voraussetzungsreiches Learning aus meinem Konferenzbesuch. Die Klima- und Nachhaltigkeitskrise bedroht die Existenz unseres gesamten Planeten. Trotzdem, oder vielmehr gerade deshalb, wäre es fahrlässig, undifferenziert auf die Ursachen und Verantwortlichkeiten zu schauen. Menschen sind in unterschiedlicher Weise von den Folgen der Klima- und Nachhaltigkeitskrise betroffen, aber haben nicht dieselben Möglichkeiten, sich vor diesen Folgen zu schützen und sind in unterschiedlicher Weise für die Klima- und Nachhaltigkeitskrise verantwortlich. Diejenigen, die am stärksten zu Umweltzerstörung und sozialer Ausbeutung beitragen, sind in der Regel nicht jene, die am stärksten unter den Folgen von Klima- und Nachhaltigkeitskrise leiden.
Nachhaltigkeitsforschung muss also unbedingt differenziert auf die verschiedenen Betroffenheiten, Lebensrealitäten und Verantwortungsbeziehungen schauen und Unterscheidungen sichtbar machen – um effektive Lösungen für die Klima- und Nachhaltigkeitskrise zu entwickeln und die Akzeptanz für (eine ambitionierte) Klima- und Nachhaltigkeitspolitik zu fördern. Politische Lösungen können und müssen Menschen und Akteuren unterschiedliches abverlangen, d.h. unterschiedliche Lebensrealitäten und Verantwortlichkeiten einpreisen. Gerechtigkeit ist deshalb ein notwendiges Leitprinzip für eine gelingende Nachhaltigkeitstransformation. Das führt zugleich weg von bevormundenden Nachhaltigkeitskonzepten, die von Nachhaltigkeitsforschung oder Politik an Menschen herangetragen werden in der Annahme immer schon zu wissen, was das Beste für alle ist.
– So weit, so scheinbar banal. Die Umsetzung dieser Einsicht scheitert jedoch oft an ungerechten Machtverhältnissen, blinden Flecken oder ungünstigen Rahmenbedingungen, z.B. modernen Formen der Massenkommunikation, die wenig Raum für Differenziertheit bieten.
Ausgewählte Schlaglichter auf entwicklungspolitische Fragen, Polarisierung und demokratische Innovationen sollen im Folgenden vertiefen, was genau eine differenzierte Perspektive bedeutet und welchen Mehrwert sie hat.
Entwicklungspolitischer Blick auf Klimapolitik und Ungleichheit
In dem ersten Hauptvortrag der Konferenz hat Manisha Anantharaman (Science Po Paris) das Augenmerk auf die Fragmentiertheit der Lebensrealitäten von Menschen gelenkt – lokal wie global. Die eigene Position in der (Welt-)Gesellschaft beeinflusse maßgeblich, wie Menschen Umweltprobleme wahrnehmen und wie sie von deren Folgen betroffen sind. Die verschiedenen Lebensrealitäten bestimmen, welche Sorgen den Alltag dominieren und welche Handlungsbedarfe Menschen im Kontext der Klima- und Nachhaltigkeitskrise sehen.

Daraus folgt, dass – wie schon erwähnt – Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung nicht allen einfach gleichermaßen „übergestülpt“ werden können. Die wichtige Frage „Who is blamed and who is asked to do the work?” verweist auf eine zentrale Herausforderung: Häufig leisten bereits benachteiligte Gruppen einen Großteil jener Arbeit, die unverzichtbar für das Funktionieren und die Nachhaltigkeit von Gesellschaften ist – etwa in der Kindererziehung und Pflege, in der Nahrungsmittelproduktion oder in der Reinigungs- und Entsorgungswirtschaft. Gleichzeitig sind Menschen in sozialen Notsituationen oft unfreiwillig in einen emissionsarmen Lebensstil hineingezwungen, weil ihnen wichtige Ressourcen fehlen. Dies als Ideal nachhaltigen Lebens zu verklären, wäre nicht nur verkürzend, sondern auch ungerecht.
Was bedeutet das für eine konstruktive Nachhaltigkeitspolitik? Anantharaman betont, dass Engagement für Nachhaltigkeit nicht versuchen sollte, Menschen für ein bereits vorgefertigtes Leitbild einer Nachhaltigkeitstransformation zu gewinnen. Sinnvoller sei es, an die Lebenswirklichkeiten der Menschen anzuknüpfen: ihre Sorgen ernst zu nehmen und größere Nachhaltigkeitsthemen mit ihren konkreten Alltagsfragen zu verbinden. Dabei ist ein weiteres Grundprinzip zentral, die Klimagerechtigkeit. Nachhaltigkeitspolitische Maßnahmen müssen soziale Ungleichheiten in all ihren Facetten – etwa entlang von Klasse, Geschlecht oder Kaste – sichtbar machen und aktiv abbauen. Sie dürfen nicht so tun, als seien diese Ungleichheiten von Natur aus gegeben oder selbst verschuldet. Vielmehr müssen sie ernst nehmen, dass Ungleichheiten aus gesellschaftlichen Machtverhältnissen und Abhängigkeiten entstehen. In ihrer Forschung untersucht Anantharaman daher unter anderem, ob Umweltinitiativen und politische Maßnahmen tatsächlich zu mehr Gerechtigkeit beitragen oder bestehende Ungleichheiten verstärken.
Soziologischer und sozialpsychologischer Blick auf Polarisierung
Die Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit ist entstehungsgeschichtlich auch ein Anliegen der Polarisierungsforschung. In der öffentlichen Debatte um Polarisierung wird dieser Zusammenhang jedoch nicht immer deutlich. Dass Polarisierung eine Herausforderung für eine Nachhaltigkeitstransformation darstellt, zeigte die Diskussion im Panel „United or Polarized?“ mit Dennis Eversberg (Goethe Universität Frankfurt), Nils C. Kumkar (Universität Bremen) und Elke U. Weber (Princeton University), moderiert von Jean-Henri Huttarsch (RIFS). Polarisierung erschwert die Einigung auf politische Lösungen – nämlich wenn Parteien nicht mehr bereit sind, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und Kompromisse zu finden. Gerade eine Nachhaltigkeitstransformation erfordert aber umfassende Kooperation und Koordination über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg (Levin and Weber 2024).

Polarisierung entsteht dabei nicht einfach durch ein Auseinanderdriften politischer Positionen in der Gesellschaft. Sie entsteht, den Teilnehmer*innen des Panels zufolge, vielmehr durch die Abgrenzung verschiedener Gruppen voneinander auf Grundlage eines starken Zugehörigkeitsgefühls zur eigenen Gruppe und starken negativen Gefühlen gegenüber anderen Gruppen. Polarisierung ist deshalb nicht zwingend an inhaltliche Positionen gebunden, sondern vor allem an Identitäten. Wissenschaftler*innen sprechen in diesem Zusammenhang auch von „affektiver Polarisierung“. D.h. Polarisierung existiert auch, ohne dass Menschen in ihren inhaltlichen politischen Positionen tatsächlich sehr gespalten sind. V.a. die Kommunikation über soziale Medien verstärkt die Polarisierung, insofern die Funktionsweise und Strukturen sozialer Medien Trennungslinien betonen und nur knappe und inhaltlich deshalb meist verkürzte Reaktionen aufeinander ermöglichen. Nils Kumkar spricht u.a. in diesem Zusammenhang auch von „kommunikativer Polarisierung“ (Kumkar 2025).
Die Paneldiskussion hat gezeigt, wie wichtig es ist, offenzulegen, was wir meinen, wenn wir von Polarisierung sprechen und genau hinzuschauen, inwiefern Gesellschaften tatsächlich „gespalten“ sind. Dennis Eversberg warnt etwa vor einer inflationären Nutzung des Polarisierungsbegriffs in der gesellschaftlichen Debatte. Wir sollten zum einen das Phänomen der affektiven Polarisierung nicht mit einer Aussage über die Verteilung inhaltlicher politischer Positionen in der Gesellschaft verwechseln. Zum anderen sollten wir nicht nur abstrakt von „Polarisierung“ sprechen, wo es handfeste gesellschaftliche Konflikte gibt. Von Polarisierung anstatt von einem Klassenkonflikt bzw. zunehmender sozialer Ungleichheit zu sprechen, verschleiert und verharmlost diesen Konflikt.
Erneut wird deutlich: Differenzierung ist wichtig. Wie aber kann es gelingen gesellschaftliche Debatten wieder stärker in Räume zu verlagern, die mehr Differenziertheit zulassen? – Viele Forscher*innen verweisen in diesem Zusammenhang auf den Mehrwert dialogorientierter Bürger*innenbeteiligung. Sog. „Mini-Publics“ wie z.B. Bügerräte (auch „Citizen assemblies“ genannt) sollen sach- und gemeinwohlorientierte Gesprächsräume über die Grenzen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen hinweg eröffnen. In einem eigenen Konferenzbeitrag habe ich versucht aufzuzeigen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit sich diese Hoffnungen erfüllen.
Politikwissenschaftlicher Blick auf demokratische Innovationen und Bürgerbeteiligung
In der Politikwissenschaft und der Nachhaltigkeitsforschung gibt es zahlreiche Arbeiten, die auf dialogorientierte Bürgerbeteiligung setzen, um nachhaltige Politiken zu fördern.[2] Entsprechenden Beteiligungsformaten wird oftmals ein transformatives Potenzial und eine besondere Innovationskraft zugesprochen. Kritische Befunde weisen jedoch auf die Gefahr einer systemstabilisierenden Wirkung solcher Beteiligungsformate hin, d.h. die Gefahr, dass Beteiligungsformate eher den Status quo verstärken, als dass sie zu echten politischen Veränderungen führen. Im Zentrum stehen dabei drei Hauptkritikpunkte:
- Nicht alle Bürger*innen haben gleiche Zugangsmöglichkeiten zu Beteiligungsverfahren (vgl. u.a. ENGAGE 2021; Schäfer/ Zürn 2021), sodass zum Beispiel junge Menschen oder Menschen mit sozioökonomisch niedrigem Status (d.h. Menschen mit geringerem Einkommen und niedrigerem Bildungsabschluss) tendenziell unterrepräsentiert sind.
- Phänomene diskursiver Dominanz und die Ausrichtung vieler Dialogformate auf Konsens, können es Minderheiten in Beteiligungsverfahren erschweren, ihre Positionen und Sichtweisen wirksam einzubringen und können verhindern, dass Meinungsverschiedenheiten und Konflikte zutage treten (vgl. u.a. Hammond 2020; Machin 2023; Mendonça 2009). Das kann etwa passieren, wenn Personen aufgrund ihres Geschlechts, Alters oder anderer Merkmale nicht ernst genommen werden, weil man ihnen Wissen oder Erfahrung abspricht oder wenn einzelne Personen oder Gruppen Gespräche stark kontrollieren und andere dadurch kaum eine Chance haben, gehört zu werden.
- Deliberative Beteiligungsverfahren haben oft nur einen sehr begrenzten Einfluss auf politische Prozesse – sie sind tendenziell stark top-down organisiert und nicht gut institutionell eingebettet (vgl. u.a. Bäckstrand et al. 2010; Hildlingsson 2010; Böker/ Elstub 2016; Mert 2019; Prinz/ Westphal 2024).
Zusammen senken diese Dynamiken die Wahrscheinlichkeit, dafür, dass Beteiligungsformate dazu beitragen, transformative Politiken durchzusetzen, die helfen, die Interessen von – mit Blick auf die Nachhaltigkeitskrise – besonders verletzlichen Gruppen zu vertreten. Diese Kritik macht deutlich, dass Ansätze zur Förderung einer gelingenden Nachhaltigkeitstransformation unbedingt ungerechte Machtstrukturen bzw. die Verteilung von Macht und deren Auswirkungen im Blick haben müssen. Dazu, wie zum Beispiel machtsensible Formen der Bürgerbeteiligung aussehen können, gibt es noch große Forschungsbedarfe. Zwar finden sich in der Literatur bereits Vorschläge zur Gestaltung machtsensibler Mini-Publics, es fehlen aber Leitlinien oder Empfehlungen dafür, welche Vorschläge sich für welche Kontexte am besten eignen und wie diese umgesetzt werden können. Im Gesamtblick über die Ansätze aus der deliberativen Demokratietheorie etwa ergibt sich derzeit ein zum Teil widersprüchliches und sehr abstraktes Bild: Anregungen zur bottom-up-Organisation von Beteiligung stehen Forderungen nach stärkerer Regulierung gegenüber oder der Vorschlag, Mini-Publics als Orte der Konsensbildung über geteilte Werte zu nutzen dem Vorschlag der Nutzung von Mini-Publics als Widerstandsräume. Darüber hinaus verlangen einige der Vorschläge gerade jenen Gruppen viel ab, für die es sowieso schon besonders herausfordernd ist, sich (wirksam) zu beteiligen. Vorschläge, die eine stärkere top-down-Regulierung fordern, erklären wiederum nicht ausreichend, wie eine machtkritische Perspektive im Rahmen der top-down-Regulation abgesichert werden kann.
Ein Fazit
Die Konferenz „Tough Conversations in Tough Times“ hat gezeigt, wie zentral eine differenzierte und ungerechtigkeitsbewusste Perspektive für die Nachhaltigkeitsforschung ist – gerade dann, wenn politische Aufmerksamkeit schwindet, gesellschaftliche Konflikte zunehmen und autoritäre Stimmen lauter werden. Nachhaltigkeit kann nur gelingen, wenn sie soziale Unterschiede ernst nimmt: Menschen tragen in unterschiedlicher Weise Verantwortung, haben ungleiche Handlungsspielräume und sind sehr unterschiedlich von der Klima- und Nachhaltigkeitskrise betroffen. Gerechtigkeit ist daher kein Zusatz, sondern Voraussetzung wirksamer Nachhaltigkeitspolitik.
Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig neue Formen des gesellschaftlichen Gesprächs sind. Polarisierung entsteht häufig weniger durch inhaltliche Gegensätze als durch verhärtete Identitäten und Kommunikationsmuster. Dialogformate wie Bürgerräte können hier Brücken bauen – sofern sie machtsensibel gestaltet werden. Denn ungleicher Zugang, diskursive Dominanz und begrenzte politische Wirksamkeit zeigen, dass Beteiligung nicht automatisch mehr Gerechtigkeit schafft. Eine machtsensible Gestaltung von Beteiligungsformaten ist deshalb unbedingt notwendig.
Diese Einblicke sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den vielfältigen Inhalten, die darüber hinaus auf der Konferenz in vielfältigen Formaten diskutiert wurden. Dazu gehörten auch künstlerische Beiträge und experimentelle Ansätze, die Impulse dafür gaben, wie Forschung ihre Erkenntnisse verständlicher kommunizieren und neue Zugänge zu gesellschaftlichen Debatten eröffnen kann. Insgesamt hat die Konferenz dazu ermutigt, den komplexen Herausforderungen nicht mit einfachen Antworten zu begegnen, sondern mit genauerem Hinsehen, differenzierten Lösungsvorschlägen und einer klaren Haltung für Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe.
Acknowledgments:
Ich bin sehr dankbar für die finanzielle Förderung meines Konferenzaufenthalts durch den Santander Mobilitätsfonds der Universität Münster, die meine Teilnahme ermöglicht hat.
Literatur:
Bäckstrand, Karin; Kahn, Jamil; Kronsell, Annica; Lövbrand, Eva (Ed.) (2010): Environmental Politics and Deliberative Democracy. Examining the Promise of New Modes of Governance. Cheltenham and Northampton: Edward Elgar Publishing.
Böker, Marit; Elstub, Stephen (2015). The Possibility of Critical Mini-Publics: Realpolitik and Normative Cycles in Democratic Theory. Representation, 51/1, 125-144.
Curato, Nicole; Hammond, Marit; Min, John B. (2019): Power in Deliberative Democracy. Norms, Forums, Systems. New York: Political Philosophy and Public Purpose.
ENGAGE (2021): Trendanalyse – Engagement und Beteiligung in Deutschland. Arbeitspapier 2 des Forschungsprojekts „ENGAGE – Engagement für nachhaltiges Gemeinwohl“. Online: https://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/nachhaltigkeit/2021-04-01_engage_ap2_trend
analyse_arbeitspapier_mit_executive_summary_02.pdf.
Hammond, Marit (2020): Democratic Deliberation for sustainability transformations: between constructiveness and disruption. In: Sustainability: Science, Practice and Policy 16 (1), 220–230. DOI: 10.1080/15487733.2020.1814588.
Hildingsson, Roger (2010): The Deliberative Turn in Swedish Sustainability Governance. Participation from Below or Governing from Above? In: Karin Bäckstrand, Jamil Khan, Annica Kronsell und Eva Lövbrand (Eds.): Environmental politics and deliberative democracy. Examining the promise of new modes of governance. Cheltenham, U.K.: Edward Elgar, p. 145–164.
Kumkar, Nils C. (2025). Polarisierung als kommunikatives Ordnungsmuster. Berlin: Suhrkamp.
Levin, Simon A.; Weber, Elke U. (2024). Polarization and the Psychology of Collectives. Perspectives on Psychological Science, 19/2, 335-343.
Machin, Amanda (2023): Democracy, Agony, and Rupture: A Critique of Climate Citizens’ Assemblies. In: PVS 64, S. 845-864. DOI: 10.1007/s11615-023-00455-5.
Mendonça, Ricardo Fabrino (2009). Challenging subtle forms of power in Deliberation: A case-study on the future of Hansen’s disease colonies in Brazil. Policy and Society, 28/3, 211-223.
Mert, Ayşem (2019): Participation(s) in Transnational Environmental Governance: Green Values versus Instrumental Use. In: Environmental Values 28 (1), p. 101–121. DOI: 10.3197/096327119X15445
Prinz, Janosch; Westphal, Manon (2024): The Tribunate as a Realist Democratic Innovation. In: Political Theory, 52(1), 60-89. DOI: 10.1177/00905917231191089.
Schäfer, Armin; Zürn, Michael (2021): Die demokratische Regression. Die politischen Ursachen des autoritären Populismus. Berlin: Suhrkamp (edition suhrkamp, 2749).
Autorinbeschreibung
Lena Siepker ist Doktorandin an der Professur für Politische Theorie und Philosophie der Technischen Universität München und Mitglied der Graduate School of Politics der Universität Münster. Im Rahmen ihrer Promotion untersucht sie die Voraussetzungen für die Entfaltung transformativer Potenziale von Citizen Assemblies. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von politischer Theorie und empirischer Nachhaltigkeitsforschung und nimmt eine machtkritische Perspektive auf deliberative Demokratietheorien und -praktiken ein.
1 Weitere Perspektiven auf die Konferenz lassen sich auch in diesem Blogpost des RIFS nachlesen, der Teil einer Serie zur Berichterstattung über die Konferenz „Tough Conversations in Tough Times“ ist: https://www.rifs-potsdam.de/de/blog/2026/01/tough-conversations-tough-times-wie-wir-die-nachhaltigkeitsagenda-zurueckerobern.
2 Beispiele dafür sind auch in vergangenen Blogbeiträgen zu finden: https://nach-haltig-gedacht.de/2025/01/31/nachhaltigkeit-trifft-demokratie-der-buergerrat-ernaehrung/.
